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Teilnehmerstatements
und Berichte aus Sylter Malkursen mit Anneli Schwager
Der Malkurs bei Anneli Schwager auf Sylt war eine runde Sache. Meine Vorstellung von Sylt wurde gründlich korrigiert. Ich hatte immer gedacht, diese Insel der Reichen und Schönen würde außer Konsum nichts anderes zulassen. Weil ich A.Schwagers Ansatz, wie sie Malerei und die Sicht auf Dinge vermittelt, sehr schätze, habe ich meine Vorbehalte gegen Sylt beiseite gestellt und bin hingefahren. Fern von touristischem Konsum oder Langeweile haben wir eine phantastische Welt voller Naturwunder erlebt. Der Kontrast von Naturerleben und künstlerischer Verarbeitung hat mich um viele Erkenntnisse und Glücksmomente bereichert. Karluscha, Juni 2007
Seit drei Semestern habe ich in Berlin bei Anneli Malkurse mitgemacht. Mir gefällt die lebendige und freilassende Art. Wenn sie uns eine Demonstration gibt, geht es zwar um Maltechnik, um Bildaufbau und vieles, was so mitspielt. Immer hat man das Gefühl, daß sie dabei aus dem ganzen Leben spricht und Malerei nicht nur eine Art Beschäftigung ist, sondern ein farbiger Umgang mit Leben und mit sich selbst. Im Juni durfte ich am Klappholttaler Malkurs teilnehmen. Es war ein großzügiges Geburtstagsgeschenk meiner Verwandten. Da Anneli auf Sylt groß geworden ist, kam das Gefühl von "Zu-Hause-Sein" rüber. Ich ahne jetzt, wie es zu der erweiterten Sichtweise kommt: Man muß sich einlassen. Dann stellt sich eine Art Hausgefühl und so etwas wie tragende Gewißheit ein. Claudia L., 2008
Ein Supererlebnis, das nächtliche Lagerfeuer am Meer mit gestrandeter Seerobbe. Nachdem wir das Feuer am frühen Morgen mit Sand zugeschüttet hatten, durfte jeder nochmal auf dem warmen Erdfleck liegen -von oben zugedeckt- und ein unglaubliches Gefühl genießen. Nachts unter dem Sternenhimmel liegen, frischer Wind im Gesicht und tragende Erdwärme von unten. Eva, Juni 2009
"Natur - Kunst - Ich" - Das habe ich einmal bei Paul Klee gelesen in seinen Reiseaufzeichnungen. Es hört sich sehr würdig und irgendwie abgeklärt an. wenn man so am Strand langläuft - ganz alleine am frühen Morgen, während die Sonne gerade über die Dünen kommt, ist man plötzlich dem Erlebnis des Meisters sehr nahe. Durch Anregungen des Malkurses schaut man ganz anders auf die Dinge. Ich sehe viel mehr Farben und überall Formzusammenhänge und werde selber so ruhig und erfüllt dabei. Nadja, 2009
Eine tolle Woche: schön, wie die Gruppe verteilt am Strand saß und angeschwemmtes Strandgut gezeichnet hat. Für Überraschungen immer offen, kam ein neugieriger Jogger vorbei. Eins ergibt sich aus dem anderen. Im Nu hatten wir ein Aktmodell vor unserer Strandinstallation. Der junge Mann durfte sich danach eine Zeichnung aussuchen und Rosemarie hat diese auf seinem Rücken signiert. Ein Regentag bot die willkommene Abwechslung, Ruhe im Atelier, um angefangene Bilder weiterzumalen. Die tausend Rosen draußen und die Heide bekamen Feuchtigkeit, um am nächsten Tag in vollem Glanz aufzugehen. Magdalena K., September 2009
Ich war jetzt schon ein paarmal dabei in Annelis Klappholttaler Kursen. Dieser Ort hat etwas ganz Besonderes. Man wird sensibilisiert durch malen, wahrnehmen mit allen Sinnen und reflektieren. In den Arbeitsbesprechungen wird man auf ganz neue Gedanken und Zusammenhänge gebracht. Jedes Mal auf Sylt habe ich eine Art Schlüsselerlebnis gehabt, nicht nur malerisch gesehen, sondern auch biographisch und in Begegnungen mit anderen Menschen. Jutta K., Juni 2010
Kompetente Vermittlung, neue Sichtweise auf Perspektive, schöne Konzerte am Abend, danach lustige Runde im Glashaus oder Annelis Klavierspiel. Alles in allem befreiend. Pit.
Schön war der Empfang am ersten Abend gleich am Strand. Die Strandkörbe wurden in eine Runde gestellt und Anneli hat uns einiges über Sylt erzählt. Der Strand in Klappholttal ist groß und leer. Es ist wie ein Privatstrand. Wir hatten mit dem Wetter Glück, so daß wir viel draußen sein konnten. Interessant, wie sich der Strand zwischen Ebbe und Flut verändert. Besonders die Ebbe bietet perspektivische Herausforderungen. Lustig war es, mit ein paar Teilnehmern zusammen, während des Zeichnens mal in die Flut zu steigen. Ute, Juni 2007
Ich habe bei Anneli Schwager viel gelernt. Wenn ich mir die Sachen anschaue, wie es vor drei Jahren losging ... Da merkt man schon eine gewaltige Veränderung. Steter Tropfen höhlt den Stein. Das habe ich gelernt: dran bleiben, aushalten, Dinge verändern, verwerfen, überarbeiten, verwandeln - mit Gleichmut. Jan He, Sept. 2008
Seit der Malwoche in der Akademie am Meer habe ich Selbstvertrauen gewonnen. In anderen Malkursen bekam ich immer zu hören, daß es falsch oder häßlich oder gar nix ist. Anneli hat mich einfach machen lassen, auch wenn es aussieht wie Matsch und Chaos. Etwas auszudrücken ist mir wichtiger, als etwas ordentlich abzubilden. Wenn ich arbeite, bin ich an Gesicht und Händen verschmiert. Aber es ist ein Ausdruck entstanden und Anneli bestärkt mich darin. G.W.
Als blutige Anfängerin war ich erst etwas unsicher. Ich dachte, daß die anderen alles besser können und fürchtete mich vor Peinlichkeiten. Dann bin ich zu der Erkenntnis gekommen, daß man sich mit so einer Einstellung selber ein Bein stellt und sich vielleicht vor Entwicklung scheut. Also mutig drauflos hab ich erst mal irgend etwas gemacht, bis ich nicht weiter konnte. Die Leiterin ist anfangs an mir vorbeigegangen. Warum sagt die denn nichts? "Ich sehe dich arbeiten und daß du auf einem Weg bist. Besseres kann dir im Augenblick nicht passieren." Hm, das war zwar nett gesagt, aber meine Anstrengung wurde mir nicht abgenommen. Dann immer, wenn ich aufhören wollte, war sie da und sagte: "Mach weiter!", gab mir einen Tip und meinte, daß man erst aufhören solle, wenn man zufrieden ist oder alles versucht hat. An diese Schule habe ich mich bald gewöhnt und den "flow" kennengelernt. Eine ganz wunderbare Erfahrung war die Unterstützung, die ich durch die anderen Teilnehmer bekam. Man war sehr offen miteinander, besuchte und beratschlagte sich. Auf diese Weise bakam ich viele Tips auch von anderen. Ich glaube, diese Art, Verbindlichkeit untereinander herzustellen, gehört zum Konzept. Als wir uns verabschiedeten, war es, als trennte sich eine Familie. Aber nicht auf Nimmerwiedersehen. Das will ich euch sagen! Katja Ku, 2010
Als wir zum zweiten Sommerkurs eintrafen und im Atelier unsere Begrüßungsrunde mit einem Glas Wein starteten, waren einige schon braun gebrannt und richtig locker drauf. Die Glücklichen waren schon in der ersten Woche dabei. Neben vielen Informationen, die wir über Sylt, über Klappholttal, Ebbe und Flut, Fischessen und natürlich über die Lerninhalte bekamen, habe ich mir eines gemerkt. Unsere Leiterin sagte. "Man muß die Feste feiern, wie sie sich bieten. Hier ist alles in Bewegung. Das Wetter ändert sich mitunter schnell. Da muß man spontan handeln. Und jeder Tag und jedes Ereignis wird zum Fest." Udo, Sylt 2010
Der Wind hat mir ein Lied erzählt . wie anregend es sein kann, gemeinsam Ideen zu entwickeln, zu versuchen, sie mit Farbe, Schlick, Sand und Pinsel umzusetzen und die Ergebnisse zu diskutieren, die Erfahrungen auszutauschen. Es war eine gute Zeit auf Sylt.
Marianne, 2011
Es hat nichts gefehlt ... Es war perfekt ..... Ich zehre immer noch davon. Sabine, Sylt 2011 |
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