HOME

Impressum

 Vom Leben

Zur Malerei

Über die Künstlerin

Aus der Unterrichtspraxis

Seminare Sylt

Galerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 12 Monaden - Ein kosmischer Zyklus 2005- 2012, Fotos 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freuden des Lichtes, Einführung Anneli Schwager 14.04.15
Video: Ingo Lange

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bildsujets fangen bei der klassischen Aktmalerei an, der Figur, befassen sich dann mit der "Bühne" für die Figur, der Landschaft.
Die Landschaftsmalerei - vielfach ´vor Ort´ - auf Sylt oder in Schweden - nimmt einen großen Bereich in meinem Schaffen ein.
Es ist nicht das schöne Panorama, welches mich interessiert, sondern der Lebensraum des Menschen,
der mit der Vielzahl seiner Details dessen Äquivalent ausmacht - das ist: die Natur, menschlich gesehen.
An der Landschaft interessiert mich am meisten der Horizont, auch der verdeckte, d.h. die Bildtiefe, der Raum, das Eindringen.
Die Definition von Perspektive sollte umfassend sein.

A.S.1986 - 2000

 

 

Ich folge meiner Sehnsucht nach dem Horizont und schaffe einen fließenden Übergang zu dem ´Dahinter´.
Hier beginnt die "Innenweltthematik", eine viel ungegenständlichere, für mich zukünftige Malerei.
Ich nenne sie auch religiös im Sinne des Wortes.
Mein Schwerpunkt ist das Altarbild für den modernen Menschen, der mit dem dualistischen Weltbild,
d.h.der Trennung von Himmel und Erde, Geist und Materie so nicht weiterleben kann.

A.S. 2000

Wattenmond und Möwen, Sylt 1993, Acryl, Sand, Muschelkalk/Lwd. 130x150 cm

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

              

 

 
Von der mehr äußerlichen Seite des Menschen und seines Lebensraumes bin ich zur Darstellung der inneren Sicht gekommen.
Was der Mensch eigentlich ist, wie er kommuniziert und dabei an eine persönliche Sichtweise der Welt gebunden ist,
wie Kommunikation durch unterschiedliche Weltsichten lebendig wird ...
Darüber meine Bildaussage zu machen, ist für mich mindestens so real, wie eine Aktdarstellung.
Nur ist die innere Bildwelt nicht so kontrollierbar und so leicht einsehbar, wie ein Gegenstand der Außenwelt.

 

Neue Projekte:

   

"Ihre Bilder waren uns für Wochen ein beglückender Begleiter. Immer wieder wurden unsere Blicke angezogen, immer wieder schauten wir forschend, abtastend, prüfend - auch ganz uns zurücknehmend, welche Botschaft sie uns bringen wollen. Und eines Tages sagte Bergith: "Das sind gar keine Bilder, das sind Lebewesen". Es erschien uns so, als ob die Farben vor dem Bild leben, gerade die Leinwand berührend und doch voller sinnlicher Wirklichkeit. An Ihren Bildern erleben wir die Loslösung der Farben vom Untergrund, wie ein schwebender, aber konkreter Zustand."

Dietrich und Bergith Sprenger

 

 
 


Zuhause auf Sylt- Sommerausstellung 2012

Syltzyklus

Geschichte vom Kampener Watt

 

 

 

 




 

 





Atelier Schwager vor der Ausstellung. "Ribbeck - Wills´de ne Birn?" 2013

 

 

 

 

 



Prolog, 2005 siebenteiliges Klappbild á 80 x 80 cm (in der Abbildung geschlossen)

 

Die Farbe ist für mich weit mehr, als nur ein beliebig austauschbares Kolorit. Sie ist "Hauptakteur" der Grenzüberschreitung zwischen Diesseits u. Jenseits, Drinnen und Draußen, denn sie ist sowohl ein sinnlich Sichtbares, als auch ein übersinnliches eigenwilliges, dynamisches "Wesen", sie ist Persönlichkeit.

Meine Biographie veranlaßt mich, nördliche und südliche Malerei zusammenzufassen. Mit Noldes geistigem Erbe,
dem dramatischen Naturerleben und Sinn für "Spökenkiker" verließ ich Sylt, um in der Schweiz und in Italien
die Schönheit der Farbe und die französische ´peinture´zu verinnerlichen.

Berlin: Kreuzungspunkt von Nord - Süd, Ost- West, hier erlebe ich eine Spannung und Vielschichtigkeit unter den Menschen,
das ideale Klima, um die allerorts erlebten Abenteuer fortzusetzen: kompensiert und für die Menschen umgewandelt in positive zukunftsorientierte Visionen. Diese vermittele ich:

1. als Malerin in Ausstellungen

2. als Dozentin an einem dafür idealen Ort nahe Potsdam: auf der Insel Werder

3. als Veranstalterin von Seminaren auf der Insel Sylt.

4. als Autorin eines Werkbuches

Prolog

Innenteil des obigen siebenteiligen Klappbildes

 

Gedanken zu Prolog von Andreas Hausendorf:
http://www.schwager-kunst.de/Bildbesprechung%20Prolog

 

Zur Farbe in den Bildern von Anneli Schwager
Text von Annekathrin Stoll:
Die blaue Stunde

 

 

 

 


Mysterienstätte 2014
Mischtechnik
200 x 100 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Urturm
 Turm in sieben Bildern
á 30 x 30 cm, 1995

 

 

Altarbilder

Der Altar ist der Ort im Leben, an dem die innerlichsten Gespräche stattfinden. Das Altarbild will neben ICH und DU der dritte Gesprächspartner sein. Es vermittelt zwischen dem Subjekt und dem Objekt des Denkens. Als Bild ist es Sinnbild und sinnliches Objekt zugleich, und deshalb vermag es den Menschen dort, wo er steht, abzuholen, denn es ist wie dieser ein "Bürger zweier Welten".

Die innersten Gespräche suchen nach der Überbrückung dieses Doppelcharakters. Es gibt nur eine Welt. Aus dieser "fällt" der Mensch durch seine leibgebundenen Eigenschaften in ein duales Bewußtsein.

Die Altarkunst kann ein Quell sein, der Erkenntnislicht und Erkenntnisliebe ausstrahlt, um die Sterbe- und Leidensprozesse, die der Mensch dabei durchmacht, in Lebens- und Auferstehungsprozesse zu verwandeln. Moderne Altarkunst ist weder traditionell inhaltlich, noch muss sie Mythen enthalten, "Zwischenbilder", die für etwas stehen.

Als Kunst ist sie urbildhaft - frei - und öffnet Wege zu echter und tief gelebter Mystik.
Die Trennung und Zusammenführung der Welt schafft etwas, das es "zuvor" nicht gab: den freien Menschen.

A.S. Nov. 2005

 

6 Bildbesprechungen zu religiöser Thematik von Anneli Schwager im Internetforum:

Auferstehung 2015
Altarbild kosmisch 2012
Antlitz 2011
Altarbild gelb-blau 2007
Prolog 2007
Durchbruch
2006

www.bildimpuls.de


im Archiv suchen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 

 
 
 
Fotos: Bernd Schmitt

Anneli Schwager im Arbeitsprozess
Actionpainting November 2008

 

Über das Bild

Es gibt unzählige Maler, die sich bei der Suche nach Echtheit auf quälende Prozesse einlassen und dabei meistens scheitern.
Es sind diese Prozesse so anspruchsvoll, wie jedes große Ideal, das auf eine gesunde Weltordnung zielt.
Denn Bildordnung ist gleich soziale Ordnung und damit Grundlage für die Weltordnung.

Ist das Bild gut geworden, soll man es zeigen, denn in ihm ruht eine wohltätige Kraft.

 


Sollst du dir ein Bildnis machen?

Die Welt ist voller Bilder.
Bilder sind Sprache.
Sprache ist Kommunikation.

Kommunikation ist Notwendigkeit.
Notwendigkeit ist die Bedingung zur Wende.
Wende das Blatt.

 

Wie sich Stoff und Form auf der einen Seite des Blattes gegenüberstehen, so werden Formlosigkeit und Stofflosigkeit
die andere Seite als Leere erscheinen lassen.

Ein "unbeschriebenes" Blatt zu werden, könnte ein Lebensideal sein.
Vielleicht bedeutet Malen, Reden, Schreiben ( das Schaffen von Bildern - das Kommunizieren über Bilder ),
sich die Bilder von der Seele zu arbeiten, damit diese jedes Mal etwas einfacher, klarer, leerer werden kann,
bis sie eines Tages frei sein wird.

Wüßten wir, auf welchem Wege (Form) und mit welchen Mitteln (Stoff) Bilder in die Seele eines heranwachsenden Menschen geschrieben werden, um ihn zu einem kommunikationsfähigen Mitglied der Gemeinschaft zu machen ! ...

...Und wüssten wir um die Kraft, die der kommunizierende Mensch aufwendet, um die vielen Bilder zu sortieren, zu ordnen,
zu klären und zu verbinden ! ...

...Wir wüssten um das künstlerische Potenzial, das jedem Menschen zur Verfügung steht
und das zugleich ein religiöses Potenzial ist.

 

Kunst will nicht Bilder aus der Seele radieren, sie will diese verwandeln. Kunst sammelt und ordnet.
Sie trachtet danach, den Urbildcharakter aus einem im Chaos der Möglichkeiten willkürlich erzeugten Bild herauszuschälen.
Der Charakter kommt zum Vorschein, das Urbild bleibt dahinter im Verborgenen:
Ein Bild entsteht.

Anneli Schwager, Berlin, 10. September 2008

 

 

Darstellung meiner Arbeit


Als Kind schmolzen mir die farbigen Wachsstifte in meinen Händen. Der Umgang mit ihnen war lustvoll,
intensiv und notwendig, weil ich durch Malen etwas ausdrücken konnte, was anders nicht zu sagen war.


Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Umgang mit Malerei war für mich zeitlebens etwas so Selbstverständliches,
dass ich, als ich über eine Ausbildung nachdachte, nicht so schnell auf die Idee kam, Kunst/ Malerei "nochmal" zu studieren.
Überhaupt war für mich die Malerei nie ein Mittel der Spekulation, sondern im Gegenteil, eine harte Schule, mich von jedem spekulativen Denkansatz zu befreien.

Was hat man durch Malerei denn noch zu sagen? Ist nicht alles schon gesagt worden?
Geraten wir nicht unweigerlich in die Epigonenhaftigkeit?
Wie jeden künstlerisch Schaffenden verunsichern auch mich diese Fragen von Zeit zu Zeit.
Aber solange man überhaupt noch spricht von Mensch zu Mensch, wird immer noch nicht Gesagtes zum Vorschein kommen. Zeitgenossenschaft bedeutet für mich diese authentische Aussage, ganz gleich zum wievielten Male ich ein schon bekanntes Sujet zur Aussage verwende und welcher Stilistik der Kunstgeschichte ich mich dabei verbunden fühle.

Die Chance zu Neuem hat auch mit der Tatsache zu tun, daß ich aus meiner weiblichen Empfindung spreche.
Bei aller männlicher Vorbildschaft ( und Vorbilder klassischer Maßstäbe sind wichtig ) werden wir niemals eine weibliche Sicht-
und Erlebnisweise finden. Welch ein riesig kaum betretenes Feld!

Ganz sicher hat meine Malerei etwas mit dem Menschen zu tun, nicht so sehr mit dem Zeitgenossen, d.h. nicht politisch- sozial, sondern allgemeiner: mit der Ideenhaftigkeit des Menschen. Ich bin den Ideen der Instanz auf der Spur, die den Menschen erzeugt hat, und dies nicht im medizinisch - biologischen Sinne, sondern im idealistischen. Wie erlebt sich der Mensch im Raum, in der Zeit, in der Natur, als Mitmensch und in der eigenen Haut?

Da es für solche Erlebnisse keine Begriffe unserer Alltagssprache gibt, kann ich den Betrachtern nur eine Art Poesie anbieten,
um am Bilde selber Reflektionen über das Leben zu erzeugen.

Die Art der Welt- und Selbstwahrnehmung hat sich verändert. Darüber meine bildnerische Aussage zu machen,
erlebe ich als einen sehr zeitgenössischen Auftrag. Und dabei das wirklich Positive herauszuschälen, es überhaupt ausfindig zu machen, ist eine echte Herausforderung.

Solange ich weitermache, Tag um Tag, erbringe ich meinen Beitrag an die Gesellschaft.
Es lohnt sich, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und durchzuhalten.


Berlin, 12. Nov. 2008

 

 

Brief an Frauenmuseum

 

 

Ausschnitt aus der Eröffnungsrede am 15. Febr. 2012
von Christoph Tannert:

". . . Statt resignativer Sinnleere leben diese Bilder aus einem Geist der Fülle, sind melodisch und farblich durchdrungen.
Ihre Bilder warten auf Stille und sie brauchen die Ruhe. Andere Bilder, z.B. die realistischen Stadtbilder "Potsdamer Platz"
und "Schlossplatz", sind gesehen. Wieder andere sind geschaut. Dieser Unterschied ist für sie keine Frage des Stils,
sondern der Beobachtungshaltung . . ."

 

Wer dem Publikum hinterherläuft, sieht doch nur dessen Hinterteil.


Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter

 

 


Publikationen

  • 2004   Mehrseitiger Beitrag von Anneli Schwager in:
    Künstler, Werk, Material - 77 Künstlerwege, Verlag ars momentum ISBN 3-938193-01-8

  • 2006  "Prolog" schwedisch/deutsch, Herausgabe: Kunstamt Berlin Steglitz/Zehlendorf
    Austauschprojekt mit dem Kulturzentrum Ronneby (Schweden)

  • 2006
    Anneli Schwager - Malerei    Das Laden der Seite dauert ein paar Sekunden länger!
    Mit Texten von Christoph Tannert, Annekathrin Stoll und Anneli Schwager
    modo Verlag - ISBN 3-937014-42-X


    Leseproben aus:
    Spiritualität steckt in der Lebensgestaltung des Menschen
    Ein Gespräch mit Anneli Schwager von Christoph Tannert
    . . .
    C.T. Nehmen Sie Bezug auf eine Spiritualität, die frei ist von einem Glaubenssystem?
    A.S. Mir geht es darum, Wege ausfindig zu machen, bildliche Entsprechungen, über die ich herauszufinden versuche,
    was eine entgrenzte Spiritualität bedeuten kann. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir von all dem, was einen Kult ausmacht,
    so frei sind wie nur irgend möglich. . . .
    C.T. . . . Das Leichte und Lockere im Auftrag von Fortissimo-Rot, Warm-Blau und dem Gelb rotierender Sonnen
    schafft trotz dichter Energiefelde ein Höchstmaß an Durchlässigkeit, durch das so etwas wie Ihr emotionales Credo
    sichtbar wird. Dabei muß ich an ein Bild denken, das Sokrates von Eros entwirft -
    eine Kraft zu verkörpern, die gleichzeitig die Liebe antreibt und die Seele sucht.
  • 2008  Mosaiksteine, evangelisches Religionsbuch Claudiusverlag, München
    ISBN 978-3-532-70109-6

  • 2009/ 2010 Beiträge von Anneli Schwager auch im Boesner Hauptkatalog
  • 2012 Anneli Schwager "Die Komposition im Bild oder das menschliche Maß"               
    Werkbuch für Praktiker aus bildnerischer Sicht         
    Verlag ars momentum   ISBN: 978-3-938193-69-3


  • 2014  Dritte überarbeitete Auflage

  • 2016  Anneli Schwager - Die Freuden des Lichtes
    Von der Sinnlichkeit und Transparenz der Farbe
    Herausgeber: Kunstamt Spandau - Andrea Theissen



    Buchpräsentationen von und mit der Autorin :
    Vorführung, Lesung, Bildbetrachtung:
    Auf Anfrage




"Die Komposition im Bild
oder das menschliche Maß"


Werkbuch für Praktiker aus bildnerischer Sicht

Verlag ars momentum
ISBN: 978-3-938193-69-3

1.Auflage im Februar, 2. Auflage im Juli 2012
3. überarbeitete Auflage im April 2014

 




Die in Berlin lebende und malende Künstlerin Anneli Schwager veranschaulicht im vorliegenden Werkbuch grundlegende Aspekte
der Bildgestaltung und legt hiermit ein Nachschlagewerk besonderer und sehr "lebendiger" Art vor.

Das "aus der Praxis für die Praxis" konzipierte Werkbuch wurde für professionelle und semi-professionelle Kunstschaffende,
sowie für Kunststudenten geschrieben. Es verzichtet auf ausschweifende Theorien und sucht mit dem Schwerpunkt auf
Bildende Kunst vielmehr nach einem fachübergreifenden Zusammenhang. Somit ist es für jeden interessant,
der sich auch praktisch mit der Frage der Semiotik befasst.

An den Versprechungen des "schnellen Erfolges" vorbei, lädt die Malerin den Leser zu einer profunden Grundlagenforschung ein.
Der Bildermacher wird aus der kleinen Welt bildnerischer Sackgassen herausgeführt und auf den großen Kosmos verwiesen,
um den es in jeder auch noch so kleinen Skizze geht. Die Texte und die Vielzahl an graphischen und malerischen Abbildungen
zeugen von dem großen Erfahrungsschatz der Autorin.

Im Anhang finden sich kompositorische Erläuterungen zu den Bildern Anneli Schwagers, die auch für den Leser eine Sicherheit
in der eigenen Bildbeurteilung exemplarisch verdeutlichen.



Das Buch ist in der Bücherabteilung der Firma Boesner zu erwerben, bei der Autorin oder über den Buchhandel.


info(at)schwager-kunst.de


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 1. Juni 2017

 

© Anneli Schwager: Alle Rechte vorbehalten!

 

 

 

Hier geht es weiter